Als ich meinen ersten Hund aus dem Tierschutz holte, war mir bewusst, dass er eine schwere Vergangenheit mitbrachte. Er galt als „herausfordernd“ – und wurde doch zu einem außergewöhnlich treuen und wunderbaren Weggefährten.
Er zeigte mir, wie viel möglich ist, wenn ein Hund Sicherheit, Geduld und Verständnis bekommt.
Später kamen Hunde in mein Leben, die mehr brauchten als klassisches Hundetraining. Unsichere Hunde. Ängstliche Hunde. Reaktive Hunde. Hunde, die schnell überfordert waren – und Menschen, die dadurch selbst an ihre Grenzen kamen.
Ich wollte ihnen helfen, ein normales Leben zu führen. Doch ihre Reaktionen waren anders, intensiver, unberechenbarer. Und plötzlich stand ich selbst da wie viele meiner heutigen Kund*innen:
missverstanden, überfordert, allein.
Und irgendwann begann ich selbst zu zweifeln.:
Habe ich den falschen Hund ausgesucht?
Warum läuft es bei allen anderen so leicht – nur bei uns nicht?
Warum fühle ich mich plötzlich so allein?
Diese Fragen stellen sich viele Menschen mit sensiblen oder reaktiven Hunden – egal ob sie aus dem Tierheim, von einem Züchter, aus dem Auslandstierschutz oder aus einer privaten Abgabe stammen.
Genau dort begann mein Weg.
Ich lernte, was Hunde wirklich brauchen, die unsicher, ängstlich oder reaktiv sind. Ich lernte, was Menschen brauchen, die mit solchen Hunden leben. Und ich lernte, dass niemand diesen Weg allein gehen sollte.
Heute begleite ich Menschen, die genau dort stehen, wo ich einmal stand – mit einem Hund, der herausfordernd ist, und einem Herzen, das sich nach Verständnis sehnt.